Panel: Überfachliche Angebote an der Hochschule

Im Rahmen des Panels Überfachliche Angebote in der Hochschulstruktur diskutierten die Teilnehmer/innen unter der Leitung von Dr. Simone Kroschel von der Akkreditierungsagentur AQAS über Möglichkeiten, die Vermittlung von Schlüsselkompetenzen innerhalb der Hochschulorganisation zu positionieren. Zudem eröffnete Natalie Böddicker Einblicke in die Hochschuldidaktik an der Heinrich-Heine-Universität.

Die Umstellung auf das Bachelor/Master-System beeinflusste das fächerübergreifende Angebot der Hochschulen positiv, so lässt Frau Dr. Kroschel das Plenum an ihren Erfahrungen teilhaben.  Ein größeres Angebot hochschulweiter Konzepte, ein erweiterter fächerübergreifender Wahlpflichtbereich, eine zunehmende Integration im Studium, der Erwerb von Leistungspunkten sowie eine vermehrte Akzeptanz seitens der Studierenden können festgestellt werden.

Schlüsselkompetenzen werden im Studium integrativ sowie additiv eingebunden. Ein integratives Angebot zeichnet sich durch seine Verzahnung im fachwissenschaftlichen Curriculum aus, wohingegen additive Veranstaltungen zusätzlich von den Studierenden belegt werden müssen.

In der Praxis herrscht jedoch insbesondere eine Mischform beider Vermittlungsarten vor. Beispielsweise können im Bereich der Ingenieurswissenschaften Projektstudien eingebunden werden, bei denen mithilfe des fachlichen Wissens eine technische Gerätschaft erarbeitet und zusätzlich die Präsentation bei potentiellen Kunden eingeübt wird. Die so geschaffene Einheit von Fachwissen und Schlüsselkompetenzen bereit die Studierenden auf ihre berufliche Zukunft vor.

Das Karlsruher Institut für Technologie bietet z.B. im Rahmen des Lehrangebotes House of Competence (HoC) ein breites Feld an fächerübergreifenden Veranstaltungen an.“Wir müssen uns als Experten, die auf akademischen Niveau arbeiten, positionieren.“ führte Alexa Maria Kunz, Geschäftsführerin und Programmgestalterin des HoC, an. Dies spiegelt sich in dem von ihr betreuten Schlüsselqualifikationen-Angebot wider, welches allen Studierenden des Karlsuher Instituts für Technologie zugänglich ist. Angeboten werden forschungsbasierte Schwerpunktveranstaltungen, welche berufsorientiert sind und mit den fachspezifischen Veranstaltungen kooperieren.

Abschließend bleibt zu resümieren: Auch wenn Veranstaltungen des fächerübergreifenden Wahlpflichtbereiches oftmals als ‚Zeitdiebe‘ angesehen werden, müssen sie den Studierenden frühzeitig vermittelt werden, da sie ihnen nicht nur als Studiumswerkzeug dienen, sondern auch auf das Berufsleben vorbereiten.

Das sind die Panelleiterinnen:

 

 

Darum geht es im Panel:

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