Panel: Kompetenzbedarf beim Übergang von der Hochschule in den Beruf

Dieses Panel wurde von Sabine Klüner von der Universität Hamburg Marketing GmbH geleitet. Im Fokus standen Bewerbungsportale und deren Anforderungen an die Studierenden.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde begann das Panel mit einer Darstellung des Status quo. Welche Unternehmen bieten was an? Die Beantwortung dieser Frage erfolgte anhand der Studie „Bewerbung der Zukunft“ der Universität Bamberg. Anhand dieser Studie wurde aufgezeigt, dass die Unternehmen Bewerbungen derzeit zu ca. 50,9% per Online Formular, 36,1% per E-Mail und 13% per Post entgegen nehmen.

Für Unternehmen hat das Online Formular klare Vorteile, so dass immer verstärkter auf diese zurück gegriffen wird. Der Workflow der Unternehmen sowie der gesamte Bewerbungsprozess wird beschleunigt und Kosten werden eingespart.

Die Sichtweise der Studierenden ist eine andere. So bewirbt sich ein Großteil dieser per Mail (83,1%), nur wenige Studierende machen das per Online Formular (7,6%) oder Papier ( 5,4%). Es gibt sogar einen Anteil von 6,8% der Studierenden, der sich nicht auf eine Stelle bewirbt, wenn diese nur per Online Formular angeboten wird.

Trotz Bedenken bietet das Online Formular auch für Studierende Vorteile. So können diese den Status ihrer Bewerbung nachverfolgen, erhalten direkt eine Bestätigung, dass ihre Bewerbung eingegangen ist und wenn eine gewisse Routine eingetreten ist, findet eine Zeitersparnis statt.

Am Ende der Präsentation wurden Tips für eine Bewerbung per Online Formular vorgestellt.

  1. Immer alle Felder ausfüllen
  2. Bei den freien Feldern nicht lapidar formulieren
  3. Schlüsselworte benutzen, die wichtig für die Bewerbung sind
  4. Nichts wiederholen
  5. Auf seine Stärken aufmerksam machen
  6. Keine Floskeln verwenden
  7. Bei den Anlagen immer das Pdf-Format nutzen
  8. Am besten alle Unterlagen in einem Dokument hochladen
  9. Das Dokument sinnvoll benennen
  10. Die Bewerbung am besten bereits offline vorbereiten, damit online kein Time Out passiert

Hieran knüpfte der letzte Abschnitt der Präsentation an. In diesem wurden fünf verschiedene Unternehmen und deren Erfahrungen mit Bewerbern und Anforderungen diese vorgestellt. Außerdem gaben alle befragte Unternehmen an, keine Filter bei der Auswahl von Bewerbungen zu benutzen. Diese Äußerung wurde von den Panelteilnehmern kritisch hinterfragt.

Abschließend erfolgte eine Diskussionsrunde. In dieser wurde das Problem Datenschutz diskutiert. Es wurde aufgezeigt, dass diese Problematik besteht, die Hochschulen dies jedoch nicht ändern können, obwohl einige Teilnehmer die Hochschulen in der Pflicht sehen, ihre Studierenden auf diese Problematik aufmerksam zu machen.

Ein weiterer Aspekt ist das Problem der Individualität, die bei der Online Bewerbung nicht so stark zum Ausdruck kommt.

Um den Studierenden bei den Online-Formularen zu helfen kam die Idee auf, Seminare anzubieten, die den Studierenden die Tools erklären. Außerdem könnten Alumnie in die Hochschulen kommen und von ihren Erfahrungen berichten. Es ist bekannt, dass Studierende Informationen besser von Ehemaligen als von den Studierndenberatern annehmen.

 

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