Vortrag: Das MenteeModul der Studierendenakademie

Holger Ehlert, Leiter des KUBUS-Teams an der Heinrich-Heine-Universität, beginnt seinen Vortrag mit einer kurzen Einführung in das Leben Heines. Als „orientierungsloser Langzeitstudent“ habe schon Heine charakteristisch für die Problematik vieler heutiger Studierender gestanden. Das MenteeModul der Studierendenakademie hätte er mit Sicherheit mit „Gewinn frequentiert“. Leider gab es das aber 1819 noch nicht.

Das Modul richtet sich besonders an Studierende im 3. und 4. Semester, die mitten in ihrem Studium stecken und häufig so etwas wie eine „mid-study-crisis“ erfahren. Holger Ehlert weiß, dass besonders diese oft Unterstützung brauchen.

„Es gibt viele Angebote für Erstsemester: Einführungsveranstaltungen, Erstsemestertutorien. Für Studierende am Ende ihres Bachelors gibt es die Kolloquien. In der Mitte des Studiums sind die Studenten jedoch auf sich selbst gestellt, dabei ist diese Phase entscheidend für die weitere, akademische Laufbahn.“

Das Modul gliedert sich in drei Teile. Der erste Teil, „Perspektive Studium an der philosophischen Fakultät“ findet als Blockseminar statt und bietet über drei Tage verteilt, den Studierenden die Möglichkeit, einen Einblick in ein buntes Programm zu den Themen Zeitmanagement, Berufsberatung und sogar dem Erlernen einen Fremdsprache zu gewinnen. Der zweite Teil des Moduls besteht aus einem dreitägigen Workshop der Studierendenakademie, die inzwischen über 200 Kurse pro Semester anbietet, in denen Interessen und Begabungen vertieft und Neuerfahrungen gemacht werden können. Der dritte und letzte Modulteil ist das „Seminar zur Entwicklung individueller Zukunftsstrategien“. Nur, wer alle drei Modulteile absolviert, wird auch mit sechs ECTS kreditiert.

Vor einem Monat wurde das Pilotprojekt abgeschlossen. Das Fazit der Studierenden war durchweg positiv. Man könne davon wirklich etwas für sein Studium mitnehmen, zitiert Ehlert einen Teilnehmer. Von 40 Anmeldungen wären zwar nur fünf Teilnehmer anwesend gewesen, aber die Zahl der Anmeldungen zeige deutlich, dass ein Interesse da sei.

„Man muss sich darüber im Klaren sein, dass so ein Projekt viel Engagement, Personal und auch finanzielle Mittel benötigt, aber wie schon Heine sagte ‚ Was ist Geld? Geld ist rund und rollt weg, aber Bildung bleibt'“ schließt Ehlert ab.

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