Panel: Selbstpräsentation in Web 2.0 – welche Schlüsselqualifikationen sind hier wichtig?

Das Panel von Diplom Pädagogin und Diplom Sozialpädagogin Elke Muddemann-Pulla beschäftigte sich mit den Plattformen des Web 2.0 , um die Fragen zu klären, welche Business-Networks für Studierende empfehlenswert sind und besonders, wie Studierende sich dort optimal präsentieren.

Zu Beginn gab Muddemann-Pulle den Teilnehmern Zeit, sich in Teams zu versammeln und sich einander vorzustellen. Anschließend sollten die Partner dem Plenum etwas über einander erzählen.

„So, und wie hat sich das angefühlt? Hat alles so mit dem übereingestimmt, was sie ihrem Partner erzählt haben?“ fragte sie anschließend. Die Teilnehmer bestätigten das. Die Partner hätten es auf den Punkt gebracht und sogar noch treffender formuliert, als sie selbst es getan haben. Das war eine wichtige Lektion. Wenn es um die Bewertungen der eigenen Kompetenzen geht, seien Studierende oft unsicher darin, wie sie ihre Tätigkeiten und Fähigkeiten beurteilen sollen. Dabei hilft es oft, sich die objektive Meinung einer anderen Person anzuhören.

In diesem Zuge stellte Muddemann-Pulla den ProfilPASS vor, ein Instrument vom Deutschen Institut für Erwachsenenbildung, das dazu dient, die eigenen Kompetenzen und Fähigkeiten richtig einzuschätzen. In Gruppen durften die Teilnehmer anschließend – auf Basis des Passes – einmal selbst ihre Kompetenzen herausarbeiten. Im Feedback erklärte Teilnehmerin Ina Tomascheski von der Universität Koblenz-Landau:

„Es war sehr interessant zu sehen, welche Kompetenzen sich aus alltäglichen Tätigkeiten ergeben. Kompetenzen, die ich teilweise selbst nicht erwartet hätte, oder für selbstverständlich hielt.“

In Business-Networks zeigt sich oft das Problem, dass es bei der Auflistung von Kompetenzen zum „klassischen Dreischritt“ kommt. Kompetenzen, die von allen Bewerbern aufgelistet werden, wie Teamfähigkeit oder Engagement. Der Pass hilft, Kompetenzen darüber hinaus aufzuführen. Man sollte dabei aber immer authentisch bleiben und nicht übertreiben.

Anschließend gab es einen kurzen Vortrag über die Business-Networks Xing und LinkedIn und welche Plattform für welche Zwecke sinnvoller ist. So wird LinkedIn oft im Ausland verwendet, während Xing eher im deutschsprachigen Raum vertreten ist.

Alles in allem war das Panel ein praxisorientierter Workshop und das Ergebniss, dass man Studierende unbedingt für die Profilisierung im Web 2.0 sensibilisieren sollte, sowie dass Berater in diesen Bereichen dringend von Nöten sind und im Bereich Medienkompetenz gefördert werden sollten.

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