Panel: Handlungs- und Kompetenzorientierung im Bereich des Lehrens, Lernens und Überprüfens von Fremdsprachenkompetenzen

In diesem Panel erarbeiteten Prof. Dr. Gardenia Alonso und Dr. Johann Fischer zunächst mit den Teilnehmern zusammen, was Handlungs- und Kompetenzorientierung bedeutet und welche Chancen und Herausforderung sich daraus ergeben. Durch Handlungs- und Kompetenzorientierung sollen die vier Fertigkeiten Lesen, Schreiben, Sprechen und Hören nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen (GER) erlernt werden. Dazu werden reale Situationen nachgestellt und die Aufgaben sollten sich am Ziel orientieren. Die Studierenden sollen erlernen Probleme zu lösen – kommunikative und interkulturelle.

Handlungs- und Kompetenzorientierung bietet den Studierenden die Chance, motivierter zu sein und besser auf die Berufswelt vorbereitet zu werden. Sie sind allerdings auch mit vielen Herausforderungen verbunden, sowohl bei der Gestaltung der Lehrveranstaltung als auch bei der Prüfung: Es ist nicht leicht, das richtige Lehrmaterial zu finden. Die Prüfungserstellung ist oft zeitraubend, weil es z.B. schwierig ist, das passende Audiomaterial zu finden. Die hohe Anzahl von Studierenden bereitet oft ebenfalls Probleme, denn eine mündliche Prüfung ist dann kaum durchführbar. Außerdem fühlen sich Lehrkräfte oft schlecht darauf vorbereitet, Prüfungsaufgaben zu erstellen.

Durch einen Kurs bzw. eine Prüfung sollte sich ein roter Faden ziehen. Damit ist nicht gemeint, dass in einem Lehrbuch immer wieder die gleichen Figuren auftreten. Der Studierende soll durch eine Aufgabe zum Handeln angeregt werden. Ein Studierender könnte beispielsweise Spezialist für eine italienische/spanische/englische/amerikanische Stadt sein und sich in die Situation versetzen, was er dort gerne unternehmen würde, wo er in einem Erasmusaufenthalt dort wohnen würde etc. Bei einer Aufgabenstellung ist also auch der Praxis- und Realitätsbezug wichtig. Ein Projekt, eine globale Situation oder eine Fallstudie sind dafür die vorgeschlagenen Methoden.

Zu einer neuen Lehrmethode sollte auch eine neue Prüfungsmethode entwickelt werden, damit beides zusammen passt. Die Prüfung sollte sich an Kompetenzen (GER) und nicht an Fehlern orientieren. Vorgeschlagen wurde unter anderem das Leseverständnis so abzufragen, dass es nicht nur um die Beantwortung von Fragen geht, sondern um die Entwicklung von Lösungen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *